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Kürbis

Herbstzeit – Ernkuerbistezeit

Zeitgleich mit Äpfeln und
Kartoffeln werden jetzt auch die Kürbisse reif. Sie kündigen uns den Herbst an und verschönern ihn mit ihren leuchtenden Farben.

Woran erkenne ich eigentlich, ob meine
Kürbisse reif sind?

Reife Kürbisse haben keine grünen Stellen mehr (gelbe Stellen sind erlaubt), klingen hohl beim
Daraufklopfen und haben einen verholzten Stiel.
Lassen Sie beim Ernten auf jeden Fall ein paar Zentimeter Stiel an der Frucht, das erhöht die Lagerfähigkeit.
Die Ernte muss beendet sein bevor der erste Frost kommt. Kälte vertragen Kürbisse gar nicht.
Lassen Sie die Kürbisse nach der Ernte noch 2-3 Wochen nachreifen, das erhöht das Geschmackserlebnis.

Lagerung

Kürbisse können nur gelagert werden wenn sie nicht beschädigt sind. Beschädigte Kürbisse möglichst bald verwerten. Gut geeignet sind luftige Kellerräume und frostfreie Garagen. Sie sollten nicht aufeinander gestapelt werden.

Der Kürbis schmeckt bitter?

Machen Sie vor dem Kochen oder Backen von Kürbissen den Geschmackstest. Schneiden Sie ein kleines Stück Kürbis ab und probieren Sie es. Vor allem, wenn Sie nicht sicher sind, ob der Kürbis essbar ist oder nicht. Bitter schmeckende Kürbisse dürfen auf keinen Fall verzehrt werden! Sie enthalten die Substanz Cucurbitacin, die zu Magenschmerzen, Übelkeit und Erbrechen führt.

Sie möchten nächstes Jahr auch Kürbisse ziehen?

Ganz einfach. Am besten ziehen Sie den Samen zu Hause in kleinen Töpfchen vor. Ein guter Zeitpunkt dafür ist Mitte April. Wenn kein Frost mehr zu erwarten ist, können sie in den Garten gepflanzt werden. Sie sollten zu diesem Zeitpunkt 6-8 Blätter haben, für den Fall, dass die Schnecken etwas abfressen.
Bitte wenden!
Aber Achtung: Vor dem Pflanzen sollten Sie die Setzlinge an Licht und Temperatur gewöhnen. Stellen Sie sie dazu an warmen Tagen tagsüber hinaus und holen Sie sie abends wieder herein.
Denken Sie beim Pflanzen daran, dass die Kürbispflanzen größer werden! Halten Sie etwa einen Meter Abstand zu anderen Pflanzen.

Und was mach ich nun mit der ganzen Pracht?

Kürbisse werden normalerweise nicht roh verzehrt, sondern immer gekocht oder gebacken.
Beim Hokkaido und Butternuss wird die Schale mitverarbeitet, bei den meisten anderen wird sie vor dem Kochen abgeschnitten.
Das Entrinden bzw. Schälen ist eine sehr kräftezehrende Arbeit. Wer es sich leichter machen möchte, schneidet den Kürbis mit Schale in Viertel oder Achtel. Die Kerne entfernen und mit der Schale nach unten auf ein Backblech setzen. Etwa 30 Min. bei 120°C im Backofen backen. Danach ist das Fruchtfleisch so weich, dass Sie es leicht abschaben können. Kürbismus, welches Sie nicht sofort verarbeiten, können Sie in der Tiefkühltruhe aufbewahren.

Kürbissuppe

Sie ist eine der beliebtesten Zubereitungsformen. Mittlerweile sind sehr vielfältige Zubereitungsarten im Umlauf. Sie können Kartoffeln, Möhren, Zwiebeln oder Lauch mitverarbeiten. Zum Verfeinern eignet sich neben Sahne auch Kokosmilch und gibt dem Gericht eine eigene Note. Gewürzt wird klassisch nur mit Gemüsebrühe, Pfeffer und Salz. Wer etwas anderes ausprobieren möchte, nimmt Curry, Kreuzkümmel, Chili oder frischen Ingwer mit dazu.

Risotto mit Kürbis

Zuerst wird der Kürbis mit Zwiebeln angebraten, danach den Risottoreis zugeben. Der weitere Kochvorgang und die Zutaten gleichen der normalen Zubereitung von Risotto.

Lasagne mit Kürbis

Ob mit Hackfleisch oder lieber vegetarisch – mit Sicherheit ein Genuss. Ersetzen Sie die Tomatensauce durch Kürbis und geben Sie noch etwas Gemüsefond dazu. Auch beim Käse können Sie variieren. Ob Sie lieber Mozzarella verwenden oder Blauschimmelkäse liegt ganz bei Ihnen.

Marmelade

Kombinieren Sie dazu den Kürbis zu gleichen Teilen mit anderen Früchten. Bewährt haben sich Kombinationen mit Äpfeln, Aprikosen oder Orangen. Eventuell müssen Sie mit Zitrone etwas ansäuern.

Es gibt natürlich noch viel mehr Rezeptideen. Dafür reicht der Platz hier nicht aus. Selbstverständlich kann man auch Kuchen, Muffins oder Pfannkuchen mit Kürbis machen, ähnlich wie mit Zucchini. Auch Aufläufe und herzhafte Eintöpfe sind tolle Möglichkeiten.

 

Sommerschnitt und Vorerntebesichtigung

Liebe Mitglieder,

wir treffen uns zur Sommerschnittunterweisung und Vorerntebesichtigung um 14 Uhr imSommerschnitt2016 Vereinsgarten Schiller-Eck.

Beirat und Vorstand freuen sich auf Ihren Besuch.

Gäste sind, wie immer, herzlich willkommen. Der Weg zum Vereinsgarten ist ab Gebäude Sillenbucher Str. 45 ausgeschildert.

Krankheiten bei Tomaten

Blütenendfäule

Die Blütenendfäule wird nicht durch einen Erreger hervorgerufen, sondern ist eine Stoffwechselerkrankung. Die Pflanze hat zu wenig Calcium. Dies kann entstehen durch zu schnelles Wachstum oder unregelmäßige Wasserversorgung. Ist die Pflanze zu schnell gewachsen, muss die Düngung überdacht werden.

Platzen der Früchte

Platzen der Früchte entsteht durch eine ungleichmäßige Wasserversorgung. Im Freien hervorgerufen durch plötzlichen starken Regen oder unregelmäßiges Gießen. Dünnschalige Sorten können auch bei hoher Luftfeuchte aufplatzen. Dies passiert vor allem in Gewächshäusern bei schlechter Durchlüftung.

Kraut- und Braunfäule

Meist wird der auslösende Pilz durch Regen- oder Gießwasser vom Boden hochgeschleudert zur Pflanze. Deshalb beginnt die Infektion auch auf den untersten Blättern über dem Boden. Die braunen und runzeligen Flecken vergrößern sich bei entsprechenden Witterungsverhältnissen sehr schnell und verbreiten sich auf benachbarte Blätter, Stängel und auf die Früchte.

Vorbeugen

– Nicht von oben über die Pflanze gießen, sondern ganz dicht über dem Boden. Eventuell ein Pflanztöpfchen daneben eingraben und das Gießwasser hier hineingießen.
– Eventuell die Tomaten überdachen.
– Darauf achten, dass die Pflanzenteile nach Regen schnell abtrocknen können. Dies erreichen Sie durch einen genügend großen Pflanzabstand und regelmäßiges ausgeizen.
– Bei Befall sollten die Pfähle bzw. Spiralen, die im nächsten Jahr Verwendung finden sollen, desinfiziert werden, da die Pilzsporen auf ihnen überwintern.

Dürrfleckenkrankheit

Sie wird durch einen Pilz ausgelöst. Er verbreitet sich über den Wind und überwintert im Boden und auf Pflanzstäben. Man sieht zuerst auf den unteren Blättern runde braune Flecken, später auch am Stängel und den oberen Blättern. Die Blätter rollen sich ein und fallen ab. Auf den Tomaten entstehen schwarze, faulige Stellen. Es sind die gleichen vorbeugenden Maßnahmen zu treffen wie bei Kraut- und Braunfäule. Die Krankheit greift oft nur geschwächte/gestresste Pflanzen an (andere Krankheiten, Wasserstress, Nährstoffmangel).

Echter Mehltau

Mehltau bildet sich vor allem im Hoch- und Spätsommer. Er befällt gern Gewächshaustomaten. Auf den Blättern ist ein weißer, mehlartiger Belag zu erkennen.
Mögliche Abhilfe: in 5 Liter Wasser auflösen: 3 Beutel Backpulver, 3 EL Speiseöl, 1 EL Spüli und damit die Pflanzen besprühen. In den Abendstunden anwenden, da bei starker Sonneneinstrahlung die Blätter verbrennen können. Im Abstand von 8 Tagen wiederholen.

Garteninformationen für das späte Frühjahr

Fliederblüten

Sobald die Fliederblüten dürr werden, sollten die Blütenstände ausgebrochen werden. Die Samenbildung erfordert viele Nährstoffe von der Pflanze und diese Stoffe fehlen für die neue Trieb- und Blütenentwicklung für das nächste Jahr.

Forsythien

Nach der Blüte kann der Strauch zurückgeschnitten werden. Haben Sie keine Angst die Äste stark zu kürzen. Bis Ende des Sommers treibt die Pflanze wieder bis zu 2m lange neue Ruten.

Kartoffeln anhäufeln

Ende Mai oder Anfang Juni sind die Triebe der Kartoffeln kräftig genug, so dass es Zeit wird die Erde anzuhäufeln. Die Erde verhindert, dass Kartoffeln aus der Erde schauen, dem Licht ausgesetzt sind und grün werden. Diese grünen Stellen enthalten das Gift Solanin und müssen unbedingt vor dem Verzehr herausgeschnitten werden.

Neupflanzung von Obstbäumen

Sie wollen im Hausgarten oder auf einem Gartengrundstück einen oder mehrere Obstbäume pflanzen. Was ist hierbei zu beachten:

Zunächst ist abzuklären welcher Standraum für den Baum unter Beachtung des Grenzabstandes zur Verfügung steht. Ein wichtiger Punkt ist auch die vorhandene Bodenstruktur.

Beim Kauf von Obstgehölzen ist auf die Wahl der richtigen Unterlage zu achten. Die Unterlage bestimmt die Größe und den Platzbedarf des Baumes. Sie hat auch Auswirkungen auf den Ertragsbeginn und auf die Größe und Farbe der Frucht.
Auch beeinflusst die Unterlage den regelmäßigen Ertrag und die Widerstandskraft gegen Frost und Krankheiten.

Wuchsstärke von Apfelunterlagen

WuchsstaerkeApfelunterlagen
Die Höhe von Obstbäumen ist abhängig von der in der Baumschule verwendeten Unterlage. Bei Apfelbäumen unterscheiden wir 3 Gruppen. Die gebräuchlichsten Unterlagen sind:

1. Schwach wachsende Gruppe. M 27 M 9 M 26

2. Mittelstark wachsende Gruppe M 4

3. Stark wachsende Gruppe A 2 und Sämling

Für Obstbäume auf schwach wachsenden Unterlagen ist immer ein ausreichend starker Pfahl zu verwenden. Der Pfahl muss bis zum Ende des ausgewachsenen Baumes reichen. Diese Gruppe hat keine eigene Standfestigkeit. Das Herstellen einer Drahtanlage, an der mehrere Bäume stehen, ist zu empfehlen. Bei der Pflanzung ist auf gegenseitige Befruchtersorten zu achten.

Erziehungsschnitt von Obstbäumen

Bei Obstbäumen die auf mittelstark und stark wachsenden Unterlagen veredelt sind, kommt nach der Pflanzung und dem Pflanzschnitt in den nächsten Jahren dem Kronenaufbau große Bedeutung zu.

Mit dem Erziehungsschnitt erreicht man eine ideale Krone mit 3 – 4 Leitästen und einer Stammverlängerung. Bei manchen Obstbäumen kann auch eine Hohlkrone mit nur 3 – 4 Leitästen ohne Stammverlängerung angestrebt werden.

Merke: Bevor die Krone nicht vollständig ausgebildet ist, sollte keine Fruchtbildung zugelassen werden. Blütenknospen und Blüten sind zu entfernen. Bei vorzeitigem Fruchtbehang ist sonst damit zu rechnen, dass die Leitäste abkippen und die Baumform nicht mehr stimmig ist.

Die Leitäste und die Stammverlängerung müssen jährlich kontrolliert und geschnitten werden. Nur so kann ein formschöner Obstbaum, der gesunde und gut ausgebildete Früchte tragen soll, entstehen. Dieser Formschnitt kann mehrere Jahre dauern.

Beim Schnitt ist darauf zu achten, dass alle in das Kroneninnere wachsende Triebe zu entfernen sind. Die Leitäste und die Stammverlängerung sind auf eine außenstehende Knospe einzukürzen. Konkurrenztriebe und Wasserschosse sind zu entfernen.

Sind die Leitäste ungleich in der Stärke, so sind die schwächeren Triebe stärker zurückzuschneiden.

Baumschnitt DraufsichtObstbaum

Obstbaumschnitt

Warum sollte man Obstbäume schneiden?

Die Frage nach dem richtigen Obstbaumschnitt kann zur Verwirrung und Ratlosigkeit führen. Ohne Kenntnis der allgemeinen Wachstums- und Schnittgesetze stehen Sie vor Ihren Bäumen im eigenen Garten und die Sache sieht oft ganz anders und viel schwieriger aus als bei der Schnittunterweisung.

Was wird durch den richtigen Schnitt erreicht?

• Durch den richtigen Schnitt wird Licht und Luft in das Gehölz gebracht. Nur so kann ein formschöner Obstbaum, der gesunde und gut ausgebildete Früchte tragen soll, entstehen. Früchte die Sonne erhalten sind schmackhafter als die im schattigen Bereich wachsenden.

• Gut geschnittene Gehölze sind weniger krankheitsanfällig. Nasses Blattwerk trocknet schneller ab und Pilzkrankheiten wie z.B. Schorf oder Monilia-Fruchtfäule treten weniger stark auf.

• Durch das regelmäßige Schneiden und Auslichten der Gehölze kann die Gehölzgröße beeinflusst werden. Ernte und Pflegemaßnahmen werden durch den Schnitt entscheident erleichtert.

• Richtig geschnittene Bäume sind stabiler und vitaler. Astbruch bei Stürmen und zu starkem Fruchtbehang kommen seltener vor.

Wir unterscheiden verschiedene Schnittzeitpunkte

• Im Januar bis Februar, in der vegetationslosen Zeit, werden schwachwüchsige Gehölze geschnitten und gedüngt.

• Mittelwüchsige Bäume werden von Mitte Februar bis Vegetationsbeginn bis Mitte März geschnitten.

• Im Juni wird bei starkwüchsigen Bäumen (viele Wasserschosser) zunächst der Juni Riss durchgeführt. Triebe die nicht gebraucht werden, können ausgerissen.werden. An der ausgerissenen Stelle wird es keinen neuen Austrieb mehr geben.

• Ende August, wenn das Wachstum beendet ist, wird der Sommerschnitt durchgeführt. Bei starkwüchsigen Bäumen wird dadurch die Laubmasse reduziert und der Baum kann weniger Nährstoffe in die Wurzeln einlagern.
Der Baum wird im Frühjahr nicht mehr viele Neutriebe produzieren.

• Nach dem Laubfall im November können alle Obstgehölze, die ein normales Wachstum aufweisen geschnitten werden.

Die Wachstumsgesetze

• Je steiler ein Zweig wächst, desto stärker treibt er aus. Saftspitzenförderung.

• Je stärker der Rückschnitt durchgeführt wird, desto stärker treibt der Baum aus. Ist ein Baum schwachwüchsig muss er stärker zurückgeschnitten und gedüngt werden.

• Der Austriebs- und Wachstumszeitpunkt wird durch die eingelagerten Vorratsstoffe bestimmt.

Instandhaltungsschnitt

Wenn ein Obstgehölz in einem ausgewogenen Zustand zwischen Ertrag und Wuchs ist, kann auf auf stärkere Eingriffe verzichtet werden. Er ist dann im physiologischen
Gleichgewicht und besitzt 1/3 ältere Triebe, 1/3 Fruchtholztriebe und 1/3 Neutriebe.

Um dieses Gleichgewicht zu erhalten werden die alten nach unten hängenden Fruchtäste entfernt und der Baum zum Neuaustrieb angeregt. Zur Kronenmitte wachsende Äste werden entfernt und bei sich kreuzenden Ästen wird der ungünstig stehende entfernt.