Archiv der Kategorie: Fachliches

Vor dem Ersten Frost!

Nicht vergessen!

Gießkannen, Wasserschläuche und Regentonnen entleeren und frostsicher lagern.

Sollten Sie noch eine Wasseruhr im Garten haben, muss diese dringend entfernt werden.

Wasseranschlüsse abstellen und das Wasser aus der Leitung laufen lassen. Der Hahn bleibt über den Winter offen.

Pflegemaßnahmen an Rosen im Sommer

Beachten Sie bitte, dass Rosen nur bis Juli gedüngt werden sollen.

Spätere Düngemaßnahmen verhindern das Ausreifen des Holzes. Wenn das Holz zu weich bleibt, kann das im Winter zu Schäden führen.

Schneiden sie verblühte Rosen regelmäßig aus, um die Pflanze zu stärken.

Der richtige Schnitt sollte so erfolgen, dass er unterhalb des ersten bzw. zweiten Blattpaares stattfindet.

Schwertlilien vermehren

Schwertlilien (Iris) lassen sich gut durch Teilung vermehren.

Graben Sie gut bewurzelte Rhizome aus und schneiden Sie diese in gut bewurzelte Teilstücke. Dann an sonnigen Standorten wieder einpflanzen.

Bitte weder Torf noch hohe Kompost oder Düngergaben anwenden.

Lavendel zurückschneiden

Um den kompakten Wuchs zu bewahren, bietet es sich an, jedes Jahr im März/April einen Rückschnitt vorzunehmen. Dieser kann relativ stark ausgeführt werden. In der Folge beginnt die Blüte später, dauert dann aber bis in den Oktober.

Werden regelmäßig beim Lavendel im Herbst lediglich die Blütenstände abgeschnitten, schreitet die Verholzung nach oben fort. Als Folge des mangelnden Rückschnitts fällt der Busch auseinander. Sollte ihr Lavendel bereits stärker verholzt sein, schneiden Sie ihn eher vorsichtig. Einen zu starken Rückschnitt würde die Pflanze Ihnen übel nehmen. Es reicht, den Strauch etwas auszulichten und lediglich ganz alte Triebe komplett zu entfernen.

Rhabarber

Allgemeines

Der Rhabarber stammt ursprünglich aus Innerasien und gehört zu den Gemüsepflanzen. Allerdings wird er wie Obst verarbeitet zu Kompott, Marmelade und Kuchen.

Früher verwendete man nur die Wurzel des Rhabarbers. Sie wurde bis in das späte 20. Jahrhundert als Abführmittel eingesetzt. Heute finden nur noch die Stängel Verwendung.

Für den säuerlichen Geschmack sind hauptsächlich Äpfel- und Zitronensäure verantwortlich. Der Rhabarber enthält außerdem viel Oxalsäure. Die höchsten Konzentrationen befinden sich in den Blättern, deshalb sollen diese nicht verzehrt werden.

Die Oxalsäure ist auch der Grund, warum Kinder, Nieren- und Gallekranke nur wenig davon essen sollen. Die Oxalsäure verbindet sich mit dem Calcium unseres Körpers zu Calciumoxalat. Diese Verbindung ist in Wasser unlöslich und führt bei entsprechender Neigung zu Nierensteinen oder Gallensteinen.

Rhabarbersorten

Grüner Rhabarber: Grünstielig und grünfleischig. Er schmeckt herb und ist am Sauersten. Sortenbeispiele: Esta, Timperley Early.

Roter Rhabarber: Rotstielig aber grünfleischig. Er enthält weniger Säure. Sortenbeispiele: Arrow, Emsjuwel, Frombozen Rood, Goliath, Sutton.

Erdbeer-Rhabarber: Rotstielig und rotfleischig. Zu ihm gehören die mildesten Sorten. Manchmal wird er auch Himbeer-Rhabarber genannt. Die Erträge sind bei diesen Sorten niedriger, deshalb haben sie sich im Handel nicht durchgesetzt. Sortenbeispiele: Holsteiner Blut, Red Valentine, Elmsfeuer, Vierländer Blut, Campbell.

Pflanzen

Topfpflanzen können ab Anfang Mai gepflanzt werden. Rhizome ohne Wurzeln im Frühling oder im Herbst setzen. Wichtig ist, genügend Kompost zu verwenden. Die Pflanze bevorzugt sonnig bis halbschattige Standorte mit tiefgründigem, ausreichend feuchtem und durchlässigem Boden. Sie gehört zu den Tiefwurzlern.

Düngen

Die Pflanze ist ein Starkzehrer und verträgt sehr gut organische Dünger wie Mist, Hornspäne und Kompost. Auch Kaffeesatz ist hervorragend geeignet. Organische Dünger verbessern im Gegensatz zu mineralischen Düngern noch die Bodenstruktur, was der Wurzel zugute kommt.

Ernten

Geerntet wird ab April, bis zum Johannitag im Juni. Die Stängel auf keinen Fall abschneiden, sondern seitwärts abdrücken und herausziehen. In der Erntephase den Rhabarber nicht zum blühen kommen lassen. Dazu die Blütenstände frühzeitig bodennah abschneiden. Mit Ende der Ernte können die Blütenstände stehen bleiben.

Verjüngen / Teilen

Das Verjüngen oder Teilen des Rhabarbers nimmt man am besten im Oktober vor. Dazu die Wurzeln ausgraben und in ca. 1 kg schwere Stücke teilen. Dabei darauf achten, dass jedes Teilstück mindestens eine gut entwickelte Knospe hat. Beim wieder einpflanzen möglichst einen anderen Standort wählen. Auf jeden Fall aber den Boden gut mit Humus vorbereiten. Die Wurzeln sollen so eingegraben werden, dass die Knospen mehrere Zentimeter tief in der Erde sind.

Arbeiten vor dem Frosteinbruch

Rosen

Bevor der Frost kommt, ist es Zeit, die Rosen anzuhäufeln. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass die empfindliche Veredelungsstelle nicht erfrieren kann.

Der Rückschnitt der Triebe sollte nur soweit erfolgen, dass im Frühjahr, wenn es keinen Frost mehr gibt, endgültig zurückgeschnitten werden kann. Im Winter ist es vorteilhaft, mit Tannen-, Fichten- oder ähnlichem Reis die Triebe vor Kälte zu schützen.

Oleander und Lorbeer

Jetzt wird es Zeit, diese Pflanzen in ihr Winterquartier zu stellen. Sie sollen hell und frostfrei, aber kühl stehen.

Dahlien und Canna überwintern

Wenn der erste Frost die Blätter von Dahlien und Canna geholt hat, werden die Knollen ausgegraben und an einem frostfreien, nicht zu feuchten, dunklen Ort gelagert. Entfernen Sie vor dem Einlagern die Erde und trocknen Sie die Knollen, damit sie nicht faulen. Die Überwinterung gelingt am besten in flachen Kisten mit einer Schicht losen Torf oder Sand.

Wenn Sie mehrere Knollen in unterschiedlichen Farben haben, ist eine Beschriftung hilfreich.

Mäusebekämpfung

Die Populationen an Mäusen sind in den letzten Jahren an einigen Stellen sehr gestiegen. Kontrollieren Sie doch auch mal ihre Wiese auf Mauselöcher. Man kann darauf hoffen, dass Fuchs und Bussard sie holen, oder man versucht selber die Mäuse zu reduzieren.

Die eine Möglichkeit sind Fallen: Es gibt sie in vielen verschiedenen Ausführungen. Sie können entscheiden zwischen Lebend- oder Todfallen. Es hat allerdings keinen Zweck, die am Leben gelassene Maus einfach nur auf das Nachbargrundstück zu bringen.

Eine andere Möglichkeit sind Fraßgifte. Diese müssen so ausgebracht werden, dass andere Tiere nicht gefährdet sind. Beachten Sie jeweils die Packungsbeilage.

Fassen Sie tote Mäuse immer nur mit Handschuhen an und atmen Sie möglichst keinen Staub vom Mäusekot ein. Sie tragen eventuell das Hanta-Virus in sich, das über Speichel, Kot und Urin auf den Menschen übertragen wird. Dieses Virus führt zu einer Infektion mit grippeähnlichen Symptomen mit Beteiligung der Nieren. Es kann zu schweren Verlaufsformen kommen.

Kürbis

Herbstzeit – Ernkuerbistezeit

Zeitgleich mit Äpfeln und
Kartoffeln werden jetzt auch die Kürbisse reif. Sie kündigen uns den Herbst an und verschönern ihn mit ihren leuchtenden Farben.

Woran erkenne ich eigentlich, ob meine
Kürbisse reif sind?

Reife Kürbisse haben keine grünen Stellen mehr (gelbe Stellen sind erlaubt), klingen hohl beim
Daraufklopfen und haben einen verholzten Stiel.
Lassen Sie beim Ernten auf jeden Fall ein paar Zentimeter Stiel an der Frucht, das erhöht die Lagerfähigkeit.
Die Ernte muss beendet sein bevor der erste Frost kommt. Kälte vertragen Kürbisse gar nicht.
Lassen Sie die Kürbisse nach der Ernte noch 2-3 Wochen nachreifen, das erhöht das Geschmackserlebnis.

Lagerung

Kürbisse können nur gelagert werden wenn sie nicht beschädigt sind. Beschädigte Kürbisse möglichst bald verwerten. Gut geeignet sind luftige Kellerräume und frostfreie Garagen. Sie sollten nicht aufeinander gestapelt werden.

Der Kürbis schmeckt bitter?

Machen Sie vor dem Kochen oder Backen von Kürbissen den Geschmackstest. Schneiden Sie ein kleines Stück Kürbis ab und probieren Sie es. Vor allem, wenn Sie nicht sicher sind, ob der Kürbis essbar ist oder nicht. Bitter schmeckende Kürbisse dürfen auf keinen Fall verzehrt werden! Sie enthalten die Substanz Cucurbitacin, die zu Magenschmerzen, Übelkeit und Erbrechen führt.

Sie möchten nächstes Jahr auch Kürbisse ziehen?

Ganz einfach. Am besten ziehen Sie den Samen zu Hause in kleinen Töpfchen vor. Ein guter Zeitpunkt dafür ist Mitte April. Wenn kein Frost mehr zu erwarten ist, können sie in den Garten gepflanzt werden. Sie sollten zu diesem Zeitpunkt 6-8 Blätter haben, für den Fall, dass die Schnecken etwas abfressen.
Bitte wenden!
Aber Achtung: Vor dem Pflanzen sollten Sie die Setzlinge an Licht und Temperatur gewöhnen. Stellen Sie sie dazu an warmen Tagen tagsüber hinaus und holen Sie sie abends wieder herein.
Denken Sie beim Pflanzen daran, dass die Kürbispflanzen größer werden! Halten Sie etwa einen Meter Abstand zu anderen Pflanzen.

Und was mach ich nun mit der ganzen Pracht?

Kürbisse werden normalerweise nicht roh verzehrt, sondern immer gekocht oder gebacken.
Beim Hokkaido und Butternuss wird die Schale mitverarbeitet, bei den meisten anderen wird sie vor dem Kochen abgeschnitten.
Das Entrinden bzw. Schälen ist eine sehr kräftezehrende Arbeit. Wer es sich leichter machen möchte, schneidet den Kürbis mit Schale in Viertel oder Achtel. Die Kerne entfernen und mit der Schale nach unten auf ein Backblech setzen. Etwa 30 Min. bei 120°C im Backofen backen. Danach ist das Fruchtfleisch so weich, dass Sie es leicht abschaben können. Kürbismus, welches Sie nicht sofort verarbeiten, können Sie in der Tiefkühltruhe aufbewahren.

Kürbissuppe

Sie ist eine der beliebtesten Zubereitungsformen. Mittlerweile sind sehr vielfältige Zubereitungsarten im Umlauf. Sie können Kartoffeln, Möhren, Zwiebeln oder Lauch mitverarbeiten. Zum Verfeinern eignet sich neben Sahne auch Kokosmilch und gibt dem Gericht eine eigene Note. Gewürzt wird klassisch nur mit Gemüsebrühe, Pfeffer und Salz. Wer etwas anderes ausprobieren möchte, nimmt Curry, Kreuzkümmel, Chili oder frischen Ingwer mit dazu.

Risotto mit Kürbis

Zuerst wird der Kürbis mit Zwiebeln angebraten, danach den Risottoreis zugeben. Der weitere Kochvorgang und die Zutaten gleichen der normalen Zubereitung von Risotto.

Lasagne mit Kürbis

Ob mit Hackfleisch oder lieber vegetarisch – mit Sicherheit ein Genuss. Ersetzen Sie die Tomatensauce durch Kürbis und geben Sie noch etwas Gemüsefond dazu. Auch beim Käse können Sie variieren. Ob Sie lieber Mozzarella verwenden oder Blauschimmelkäse liegt ganz bei Ihnen.

Marmelade

Kombinieren Sie dazu den Kürbis zu gleichen Teilen mit anderen Früchten. Bewährt haben sich Kombinationen mit Äpfeln, Aprikosen oder Orangen. Eventuell müssen Sie mit Zitrone etwas ansäuern.

Es gibt natürlich noch viel mehr Rezeptideen. Dafür reicht der Platz hier nicht aus. Selbstverständlich kann man auch Kuchen, Muffins oder Pfannkuchen mit Kürbis machen, ähnlich wie mit Zucchini. Auch Aufläufe und herzhafte Eintöpfe sind tolle Möglichkeiten.

 

Krankheiten bei Tomaten

Blütenendfäule

Die Blütenendfäule wird nicht durch einen Erreger hervorgerufen, sondern ist eine Stoffwechselerkrankung. Die Pflanze hat zu wenig Calcium. Dies kann entstehen durch zu schnelles Wachstum oder unregelmäßige Wasserversorgung. Ist die Pflanze zu schnell gewachsen, muss die Düngung überdacht werden.

Platzen der Früchte

Platzen der Früchte entsteht durch eine ungleichmäßige Wasserversorgung. Im Freien hervorgerufen durch plötzlichen starken Regen oder unregelmäßiges Gießen. Dünnschalige Sorten können auch bei hoher Luftfeuchte aufplatzen. Dies passiert vor allem in Gewächshäusern bei schlechter Durchlüftung.

Kraut- und Braunfäule

Meist wird der auslösende Pilz durch Regen- oder Gießwasser vom Boden hochgeschleudert zur Pflanze. Deshalb beginnt die Infektion auch auf den untersten Blättern über dem Boden. Die braunen und runzeligen Flecken vergrößern sich bei entsprechenden Witterungsverhältnissen sehr schnell und verbreiten sich auf benachbarte Blätter, Stängel und auf die Früchte.

Vorbeugen

– Nicht von oben über die Pflanze gießen, sondern ganz dicht über dem Boden. Eventuell ein Pflanztöpfchen daneben eingraben und das Gießwasser hier hineingießen.
– Eventuell die Tomaten überdachen.
– Darauf achten, dass die Pflanzenteile nach Regen schnell abtrocknen können. Dies erreichen Sie durch einen genügend großen Pflanzabstand und regelmäßiges ausgeizen.
– Bei Befall sollten die Pfähle bzw. Spiralen, die im nächsten Jahr Verwendung finden sollen, desinfiziert werden, da die Pilzsporen auf ihnen überwintern.

Dürrfleckenkrankheit

Sie wird durch einen Pilz ausgelöst. Er verbreitet sich über den Wind und überwintert im Boden und auf Pflanzstäben. Man sieht zuerst auf den unteren Blättern runde braune Flecken, später auch am Stängel und den oberen Blättern. Die Blätter rollen sich ein und fallen ab. Auf den Tomaten entstehen schwarze, faulige Stellen. Es sind die gleichen vorbeugenden Maßnahmen zu treffen wie bei Kraut- und Braunfäule. Die Krankheit greift oft nur geschwächte/gestresste Pflanzen an (andere Krankheiten, Wasserstress, Nährstoffmangel).

Echter Mehltau

Mehltau bildet sich vor allem im Hoch- und Spätsommer. Er befällt gern Gewächshaustomaten. Auf den Blättern ist ein weißer, mehlartiger Belag zu erkennen.
Mögliche Abhilfe: in 5 Liter Wasser auflösen: 3 Beutel Backpulver, 3 EL Speiseöl, 1 EL Spüli und damit die Pflanzen besprühen. In den Abendstunden anwenden, da bei starker Sonneneinstrahlung die Blätter verbrennen können. Im Abstand von 8 Tagen wiederholen.

Garteninformationen für das späte Frühjahr

Fliederblüten

Sobald die Fliederblüten dürr werden, sollten die Blütenstände ausgebrochen werden. Die Samenbildung erfordert viele Nährstoffe von der Pflanze und diese Stoffe fehlen für die neue Trieb- und Blütenentwicklung für das nächste Jahr.

Forsythien

Nach der Blüte kann der Strauch zurückgeschnitten werden. Haben Sie keine Angst die Äste stark zu kürzen. Bis Ende des Sommers treibt die Pflanze wieder bis zu 2m lange neue Ruten.

Kartoffeln anhäufeln

Ende Mai oder Anfang Juni sind die Triebe der Kartoffeln kräftig genug, so dass es Zeit wird die Erde anzuhäufeln. Die Erde verhindert, dass Kartoffeln aus der Erde schauen, dem Licht ausgesetzt sind und grün werden. Diese grünen Stellen enthalten das Gift Solanin und müssen unbedingt vor dem Verzehr herausgeschnitten werden.